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Die Geschichte der Tapete

Die Tapete – märchenhafter Luxus

Es war einmal im Jahre 1481 in Frankreich, da lebte ein großer König in einem prächtigen Schloss. Sein Name war Ludwig der XI. Er lebte im Reichtum, feierte großartige Feste und liebte den Luxus und die Pracht. So beauftragte er eines Tages seinen französischen Hofmaler und Illuminator eine neue Art der Dekoration zu erschaffen. Dieser Maler hieß Jean Bourdichon. Dieser tat wie ihm aufgetragen wurde und bemalte 50 Papierrollen mit Engeln auf blauem Hintergrund.

Für diese Arbeit wurde Jean Bourdichon von seinem König in den höchsten Tönen gelobt und reich beschenkt. Der König fand die Rollen so schön, dass er sie gleich als Dekoration für die einige Wände und Möbel in seinem Palast verwenden ließ.

Seit jeher bekleben Menschen die eigenen vier Wände mit Tapete. Jedoch muss man an dieser Stelle auch sagen, dass es nicht allein Jean Bourdichons Verdienst war.

 

Aus der Steinhöhle in den Rittersaal

Die ersten bemalten Wände und der wohl erste Schritt in Richtung Tapete geschah vor rund vierzig- bis dreißigtausend Jahren in der Steinzeit, als unsere lieben Vorfahren ihre Höhlenwände mit Jagdszenen verzierten. Was genau sie dazu getrieben hat, kann nur vermutet werden. Die einen glauben an eine rituelle Motivation, die anderen sehen das ganze etwas einfacher: Die Bemalungen wurden aus rein dekorativen Gründen geschaffen. Ersteres scheint wohl eher der Fall zu sein.

Anfang der Tapete - Höhlenmalerei aus der Steinzeit

Höhlenmalerei – Der Anfang der Tapete
Quelle: Kunstnet.de

Die Grundlage für die allseits beliebte Mustertapete wurde durch die ersten Ornamente und somit auch ersten Muster geschaffen. Dabei handelte es sich um simple Reihungen von X- oder V-Förmigen Linien, sowie Dreiecken, Vielecken, Bögen und Kreise. Die Verwendung von Ornamenten hatte, wie auch heute noch keinen praktischen Zweck. Es galt einzig und allein der Verzierung der Wände. Was auch den Namen erklärt: Ornament stammt von dem lateinischen Wort “ornare” ab und bedeutet “schmücken”.

Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Papiertapete war logischerweise die Erfindung des Papiers. Dies geschah im fernen, fernen Osten in China im Jahre 105 n. Chr. 695 Jahre später kam es dann im Nahen Osten an und bahnte sich seinen Weg Richtung Europa, wo es schließlich im 12. Jahrhundert dann auch ankam.

Bis es jedoch soweit kam, nutzten die Menschen im Mittelalter Leder als Wandbekleidung. Diese Kostbarkeit, welche teilweise goldgeprägt war, nannte man Spanischleder, womit sich auch die Herkunft geklärt hat. Ein weiterer Vorläufer der uns bekannten Tapete waren Wandteppiche. Beide hatten den Vorteil nicht nur äußerst dekorativ zu sein, sondern auch die kalten Rittersäle zu dämmen.

 

Goldledertapete oder auch Spanishleder genannt aus Saschsen

Goldleder oder auch Spanischleder
Quelle: Restaurierung Kless – Dresden

Die Franzosen, die Engländer und die Tapete

Wie man sich vorstellen kann, waren Spanischleder und Tappiserie unglaublich kostspielig, sodass handbemalte Papierbahnen mehr und mehr in Mode kamen. Wie zu Anfang schon erwähnt war der Herr Jean Bourdichon dafür mitverantwortlich.

Und mit dem Beginn des Druckens verschlägt es uns wieder nach Frankreich. Denn die Familie Papillon trägt einen wesentlichen Teil zur Geschichte der Tapete bei. Denn es war Jean Papillon der die Mustertapete erfunden hat. Im Jahre 1688 gründete er die erste Tapetenfabrik. Und ganz nachdem Motto “wie der Vater so der Sohn”, trat sein Sohn in seine Fußstapfen. Jean Michel Papillon war seines Zeichens Graveur und Drucker. Er druckte als Erster die sogenannten “Dominopapiere”. Und obwohl die Herstellung sehr aufwendig war, hielt es sich bis ins 18. Jahrhundert.

Und er Rest ist, wie man so schön sagt: “Geschichte”. Die Franzosen und Engländer waren in puncto Herstellung und Handel die führenden Nationen. Jean Babtiste Réveillon ist dabei hervorzuheben.

Schon nach kürzester Zeit kamen die bedruckten Papierbahnen aus der Mode, da man einen weitaus einfacheren und kostengünstigeren Weg der Herstellung fand. 1778 legte der französische König Ludwig XVI. per Dekret die Tapetenlänge von 34 Fuß (ca. 10 m) fest. Ob die Tapete von da an gerollt wurde, ist nicht sicher, jedoch gab es jetzt kein Halten mehr. Die Tapete war geboren! Mit dem Jahre 1830 (in UK) dann auch offiziell als Rollware.

Tapete aus dem 19. Jahrhundert

Tapete aus dem 19. Jahrhundert
Quelle: Osthessennews.de

 

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