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Parkett – die Legende unter den Bodenbelägen

Wir lieben unseren Parkettboden. Nicht umsonst, liegt er in den meisten Haushalten als DER Lieblings-Bodenbelag aus. Parkettboden ist nicht nur super chic anzusehen, sondern bringt noch so viel mehr Vorteile mit sich. Doch woher kommt er eigentlich? Homebell widmet sich in diesem Artikel der Geschichte des Parkettbodens und ist auf einige Interessante Fakten gestoßen.

Die Geschichte des Parkettbodens – Die Anfänge

Wir begeben uns auf eine Reise, in eine Zeit in der man noch nicht über die Energieeffizienz eines Hauses nachdachte. In eine Zeit, in der Holz den wichtigste Baustoff darstellte. In Europa wird Holz seit dem 13. Jahrhundert verwendet. Rohe Holzbohlen wurden nebeneinander gelegt und dienten so als Boden. Später verwendete man gehobelte Dielen. Diese wurden aus Weichhölzern wie zum Beispiel Tanne, Fichte, oder Kiefer hergestellt.

Mit dem 16. Jahrhundert begann die unaufhaltsame Erfolgsgeschichte des Parketts. Es wurde zum Bodenbelag der Adligen und reichen Handelsleute. Die damalige Pracht können wir heute noch in vielen Palästen und Schlössern bestaunen. Das Parkett wurde in unterschiedlichen Längen verlegt und gebeizt, um die natürliche Schönheit des Holzes sprichwörtlich zum glänzen zu bringen. Später wurden Edelhölzer importiert. Je ausgefallener das Muster je exotischer das Holz, desto imposanter war der Parkettboden. Sie waren und sind heute noch wahre Kunstwerke.

Im 17. und 18. Jahrhundert etablierte sich das Parkett zum festen Bestandteil der Innenarchitektur. Jedoch war der Parkettboden noch immer nur der wohlhabenden Schicht vorbehalten. So wurde zum Beispiel das Tafelparkett in Frankreich erfunden und vollendete die Pracht sämtlicher Barockschlösser. Von da aus verbreitete es sich dann in den Adelshäusern Europas. Parketttafeln bestanden zum größten Teil aus edlen Hölzern wie Nussbaum, Kirsche oder Birnbaum.

Dank der absolutistischen Herrscher Frankreichs erreichte die Parkettkunst im 18. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Aufwendige Intarsienböden zeigen sich heute noch in einer einzigartigen Pracht. Unzählige Ornamente, gegenständliche Bilder und ganze Szenen wurden im Holz verewigt. Mit der Französischen Revolution kamen sie aus der Mode, geometrische Muster wurden beliebt.

 

Intarsienboden in Mittelfranken

Quelle: br.de – Intarsienboden aus dem Mittelfranken

Die Geschichte des Parkettbodens – Eine Revolution

Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert erreichte der Parkettboden nun auch die Wohnhäuser der Bürger und die öffentlichen Gebäude. Mit viel Dampf wurde das Parkett in den Sägewerken mithilfe maschineller Bearbeitungstechniken hergestellt. Die breiten Dielen verabschiedeten sich und die schmaleren Stäbe breiteten sich aus.

Dünnere Stahlnägel und verbesserte Klebstoffe vereinfachten die Verlegung des neuen Stabparketts, sodass sich Holzböden langsam aber sicher in den Wohnzimmern der bürgerlichen Schicht verbreitete. Zwar behandelte man das Holz damals schon mit Öl , jedoch wurde die uns bekannte Versiegelung des Parketts erst in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts perfektioniert.

Die maschinell produzierten schmalen Stäbe verlegte man verbreitet in den uns noch heute bekannten Verband-, Würfel- oder Fischgrätmuster. Auch Bordüren wurden bereits vorgefertigt und an den schon verlegten Parkettboden angepasst.

Zu Beginn legte man die Parkettstäbe noch auf einem Unterboden aus Holz um sie zu vernageln. Mit der Einführung der Betondecke ging man zum Verkleben auf einer Asphaltschicht über. Aufgrund des heißen Asphalts, an welchem sich die Bodenleger oft schwer verbrannten, entwickelte man bald Klebstoffe, die auch im kalten Zustand gut verarbeitet werden konnten. Verlegetechniken erlaubten nicht nur ein schmerzfreies und schnellen Arbeiten, sondern auch eine sichere Verbindung mit dem Untergrund.
Mit dem Ende der Industrialisierung entwickelte sich Parkett rasant weiter.

Im Jahre 1926 meldet ein Franzose das Patent für eine Maschine zur Herstellung kleiner Parkettlamellen an. Der Siegeszug des Mosaikparketts begann. Das dreischichtige Parkett stellte dann 1947 ein Schwede her und meldete sein Patent an. Mit anfänglich großen Schwierigkeiten sich gegen das Mosaikparkett durchzusetzen, ist das Mehrschichtparkett heute der am häufigst verwendete Holzboden. In den 70er Jahren entstand in der Schweiz dann das Zweischichtparkett, welches vor allem bei Renovierungen zum Einsatz kam.

Stabparkett - Mosaikparkett

Die Geschichte des Parkettbodens – Parektt heute

Mit der industriellen Produktion wurde der Parkettboden für jeden bezahlbar. Neue Konstruktionen und Verlegearten unterstützen die Popularität unseres Lieblings weiter. Mit der neuen Versiegelung der 1950er Jahre wurde der Parkettboden endlich pflegeleicht und es gab kein aufhalten mehr. Mit den 1970er Jahren führte man letztendlich auch den Ausbildungsberuf des Parkettlegers ein. Der Parkettboden erhielt endlich die volle Aufmerksamkeit, die er verdient.

Nun sind wir wieder im Hier und Jetzt gelandet. Heute produziert die deutsche Parkettindustrie mehr als 12 Millionen Quadratmeter Parkett jährlich. Warum? Weil wir unseren Parkettboden lieben!

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